Rechnungshof‑Bericht zur Forschungs‑ und Wissenschaftskommunikation (2013‑2017)
abgestimmt am
20.01.2022
Zusammenfassung
Der Rechnungshof prüfte die Forschungs‑ und Wissenschaftskommunikation der Bundesministerien (2013‑2017) und stellte fest, dass rund 62 Mio. € ausgegeben wurden – größtenteils für Medienkooperationen ohne klare Zielvorgaben oder Evaluierung. Er empfiehlt eine einheitliche Kommunikationsstrategie, digitale Priorisierung und regelmäßige Erfolgskontrollen.
einfache MehrheitXXVII20.01.2022
Bericht
Wissenschaften
Haushaltskontrolle
Forschung und geistiges Eigentum
Schwerpunkte
Die Ministerien haben zwischen 2013 und 2017 insgesamt rund 61,84 Mio. € für Forschungs‑ und Wissenschaftskommunikation ausgegeben, wobei 71 % dieser Ausgaben auf Direktmedienkooperationen in überregionalen Tages‑ und Wochenzeitungen entfielen.
Es fehlt eine übergreifende Kommunikationsstrategie; Zielgruppen, Medienpläne und Messgrößen wurden nicht einheitlich definiert, was die Koordination zwischen den Ministerien erschwert.
Direktvergabe von Medienkooperationen erfolgte häufig ohne Wettbewerbsverfahren; der RH empfiehlt klare Begründungen und Dokumentation bei Direktaufträgen sowie die Einholung von Vergleichsangeboten, wenn möglich.
Die meisten Evaluierungen beruhen auf alten Euro‑Barometer‑Daten (2013); aktuelle Messungen und regelmäßige Umfragen zum Ist‑Stand der Wissenschaftskommunikation werden empfohlen.
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.