COVID‑19‑Testprogramm und Beratungsaufträge – Kosten‑ und Transparenz‑Analyse

Zusammenfassung

Der Rechnungshof prüfte COVID‑19‑Maßnahmen im Tourismus‑ und Gesundheitsministerium. Das Testprogramm kostete 126 Mio. €, wurde aber kaum genutzt; zahlreiche Direktvergaben ohne Ausschreibung führten zu hohen Kosten und mangelhafter Transparenz. Der Sondermitgliedsbeitrag von 40 Mio. € an die Österreich Werbung war nicht nachvollziehbar. Der Bericht fordert mehr Ausschreibungen, bessere Dokumentation und bedarfsorientierte Mittelvergabe.
einfache Mehrheit XXVII 23.10.2024
Bericht
Tourismus
Gesundheit
Haushaltskontrolle

Schwerpunkte

  • Das Testprogramm „Sichere Gastfreundschaft“ kostete insgesamt 126,58 Mio. €; die Förderhöhe pro PCR‑Test betrug zunächst 85 €, später 57 €, wobei nur ca. 20 % der förderberechtigten Betriebe das Angebot nutzten.
  • Die Vergabe der Testleistungen erfolgte ausschließlich über Direktvergaben, sodass keine Ausschreibung und kein Preis‑vergleich stattfanden – ein möglicher Grund für die hohen Kosten.
  • Im Gesundheitsministerium wurden 14 Beratungsaufträge (insgesamt ca. 1 Mio. €) per Direktvergabe vergeben, häufig ohne Auftragswertschätzung oder Einholung von Vergleichsangeboten.
  • Der Sondermitgliedsbeitrag von 40 Mio. € an die Österreich Werbung wurde pauschal ausgezahlt; bis August 2021 wurden nur rund 14 Mio. € davon verwendet, ohne dass das Ministerium über die Mittelverwendung berichtete.
Dokumente (PDFs)
Diese Rohdaten werden von dem Open-Data Angebot des Österreichischen Parlaments bereitgestellt und sind nach CC-BY 4.0 lizenziert. Der zugehörige Eintrag auf der Parlamentsseite ist bei der Somes-Detailseite im Titel verlinkt.
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